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Wettbewerb – Hochhaus am Alex, Berlin

Tragwerksbeschreibung

Der Architekturwettbewerbsentwurf zeigt ein Hochhaus mit 36 Geschossen und 3 Untergeschossen. Das Erdgeschoss, die Obergeschosse 1 und 2 sowie das UG 1 werden von Handel und Gastronomie genutzt. In den Obergeschossen 3 bis 9 ist im Nordosten eine Büro- und Wohnnutzung, im Südosten, Südwesten und Nordwesten eine reine Wohnnutzung geplant.

Dabei handelt es sich um eine Blockrandbebauung mit Innenhof. Zur Erschließung der Wohnungen sind in den Eckpunkten des Innenhofs Treppenhaus- und Aufzugkerne geplant. Die Büroflächen im Nordosten werden über einen zentralen Aufzugkern erschlossen. Dieser Kern dient ab dem 10. Obergeschoss auch der Erschließung der Hochhausgeschosse bis zum 35. Obergeschoss.

Bei dem Tragwerk handelt es sich um eine Stahlbetonskelettkonstruktion. Die Betondecken sind Flachdecken h 25 cm ohne Unterzüge. Die Stützen Stahlbeton- bzw. Stahlbetonverbundstützen im Raster von ca. 7,50 m x 7,00 m. Die Gebäudeaussteifung erfolgt über die Stahlbetonkerne und Schubwände.

Im Hochhausturm verkleinern sich die Grundflächen in den Geschossen 22; 29; 32 und 34. Zusätzlich gibt es im Süden und Westen Eckbalkone in den Geschossen 27; 28 und 31. Die Verkleinerungen der Geschossflächen und die Anordnung der Eckbalkone erfordern einen Stützentransfer auf die benachbarten vertikalen Tragglieder in den Geschossen 27 und 28. Dazu werden Schrägstützen über jeweils 3 Geschosse angeordnet. In der Dachdecke über dem 35. Obergeschoss wird die Aussteifung über den zentralen Treppenhaus- und Aufzugskern durch zusätzliche Outrigger ertüchtigt.

Die südliche Gebäudeecke überbaut teilweise einen bestehenden Erschließungstunnel der BVB. Der überbaute Bereich darf nicht belastet werden. Dazu wird die südliche Eckstütze, ebenso die nächste Außenstütze, an der südöstlichen Fassade lastfrei gehalten. Beide Stützen werden an der Unterkante der Decke über dem 2. Obergeschoss durch eine Fuge getrennt. Die Stützen erhalten dort zur Lagesicherung jeweils ein in Stützenlängsrichtung verschiebliches Lager. Horizontale Lasten, wie z.B. Anprallasten können jedoch von dem Lager aufgenommen werden. Zur Aufnahme der Stützenlasten aus Eigengewicht und kleineren angrenzenden Deckenfeldern kragt aus der Decke über dem 1. Untergeschoss (Erdgeschossfußboden) eine Stahlbeton Kragpatte h 1,20 m aus. Die in diesem Bereich aus den Obergeschossen aufzunehmenden Lasten werden durch eine diagonalverlaufende Wandscheibe im 2. Obergeschoss und einem Virendelträger in den Geschossen 3 – 9 auf die 1. Innenstütze der Kolonnade zurück gehängt.

3D Rohbaumodell

 

Stützenstellung

Virendelträger